“Ob eine Marke erfolgt hat, darüber werden in Zukunft soziale Netzwerke entscheiden”

Expotechnik führte mit Trendbüro ein Interview über Markenbilder und Markenkommunikation im Web 2.0. – im Gespräch mit Josefine Sporer.

Die Digitalisierung und der Wachstumsbereich Internet eröffnet Unternehmen den leichten und kostengünstigen Zugang zum überregionalen weltweiten Kommunikationsmarkt. Ihre Marken können sie dabei vielseitig und vielfach inszenieren.

Welche Auswirkungen kann die beschleunigte Kommunikation auf die Darstellung von Markenbotschaften haben?

Trendbüro: Kommunikationsgeschwindigkeit und -reichweite im Internet sind Faktoren, die sich auf die Darstellung der Markenbotschaften auswirken. Grundlegender ist jedoch die Veränderung der Kommunikationsrichtung. Mit dem Web 2.0 hat das monologische Top-down ausgedient, was zählt ist der hierarchielose Dialog. Die Diskursivität im Social Web setzt einen organischen Evolutionsprozess in Gang, an dessen Ende ein ganz anderes Markenbild stehen kann als das vom Macher intendierte. Die Marke ist, überspitzt gesagt, was der User daraus macht. Markenbotschaften durch permanente Wiederholung ewig gleicher Slogans in die Köpfe zu hämmern, funktioniert nicht mehr. Wenn Werbung zu sehr pusht, schaltet der Konsument um -oder ab.
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11. November 2010
Von: Andrea Paechnatz